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Projekte 2003:

 

2003 begannen wir mit der Unterstützung von zwei Heimen in Bulgarien

Heim für Minderjährige Zwangsprostituierte

Bei unserer Suche nach Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, die im besonderen Maße Hilfe benötigen, haben wir die Radio- und Fernsehjournalistin Inge Bell kennen gelernt. Inge Bell, die den Großteil ihrer Arbeit und Freizeit dem Kampf gegen den Kinderhandel und die Kinderprostitution widmet, hat uns auf ein Heim in Bulgarien aufmerksam gemacht, in dem minderjährige Mädchen untergebracht werden, die zwangsprostituiert wurden. Entsetzt über die uns dargestellten Verhältnisse (ausführlicher Text von Inge Bell über das Mädchenheim als PDF, weitere Informationen auch unter:

http://ex-oriente-lux.org) haben wir uns zu einer Reise vom 04. bis 07. April 2003 nach Bulgarien entschlossen, um uns einen eigenen Eindruck zu verschaffen und Hilfsmöglichkeiten abzuklären.

In dem Heim leben ca. 80 Mädchen im Alter von 8 bis 18 Jahren, die von der eigenen Familie oder von Zuhältern zur Prostitution gezwungen wurden. Die Mädchen leben in dem Heim und werden in der angeschlossenen Schule unterrichtet. Die Zustände, unter denen dies geschieht, sind nach unseren Maßstäben unvorstellbar. Es mangelt an Allem. Es ist weder ausreichende Verpflegung sichergestellt, noch werden die Mädchen mit Kleidung, Hygieneartikel oder Medikamenten in annähernd erforderlichem Ausmaß versorgt. Darüber hinaus wäre es unbedingt notwendig, dass die Mädchen aufgrund ihrer schrecklichen Erlebnisse psychologisch betreut werden, damit sie wieder in ein „normales“ Leben zurückfinden. Diese Betreuung fehlt bisher völlig. Die Mädchen sind entsprechend traumatisiert, sehen keine Perspektiven und laufen daher Gefahr, nach Erreichen der Volljährigkeit wieder der Prostitution nachgehen zu müssen.

Wir sehen es als unsere vordringlichste Aufgabe, ein geeignetes Team von Psychologen und Sozialarbeitern zu installieren, das die Mädchen umfassend und permanent betreut. Wir haben bei unserem Aufenthalt in Bulgarien Kontakte zu zuverlässigen Personen innerhalb und außerhalb des Heimes geknüpft, die den Willen und auch die Qualifikation haben, die Situation der Mädchen zu verbessern. In den nächsten Wochen werden wir ein umfassendes Konzept zur Zusammensetzung und zur Aufgabenstellung dieses Teams erhalten.

Natürlich wollen wir auch versuchen, eine ausreichende Versorgung mit Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente, Kleidung, etc. herbeiführen zu können. Dies soll nicht nur durch finanzielle Mittel zum Kauf dieser Artikel geschehen, sondern auch durch Aufbau einer eigenen Produktion vor Ort (Gemüsegärten, Tierhaltung).

Vier Mädchen stehen vor dem Mietauto

Mädchen aus dem Erziehungsheim im Alter von 12 bis 15 Jahren

Mädchengruppe will Doris und Richard Winklhofer verabschieden

Mädchengruppe will Doris und Richard Winkhofer verabschieden

 

Waisenhaus in Lipnica, Bulgarien

Während unseres Aufenthalts in Bulgarien hatten wir auch die Gelegenheit, den Direktor und die Kinder dieses Waisenhauses kennen zu lernen. Ca. 80 Halb- und Vollwaisen im Alter von 6 bis 18 Jahren leben in diesem Heim. Wir haben eine intakte Gemeinschaft mit einem sehr engagierten Direktor vorgefunden. Obwohl zur ausreichenden Verpflegung eines Kindes pro Tag 0,55 Euro genügen (auch weil hier bereits viel selbst angebaut wird), reichen die finanziellen Mittel nur bis Mai diesen Jahres. Unser Verein hat zusammen mit Ales Pickar, dem Kollegen von Inge Bell, als erste Unterstützung die Anschaffung einer Milchkuh finanziert. Wir wollen versuchen, genügend Mittel für eine ausreichende Lebensmittelversorgung zu sammeln, um dieses Heim am Leben erhalten zu können.

Waisenkinder aus Lipnica mit Ales Pickar

Die Waisenkinder aus Lipnica haben sich für den Besuch der Gruppe aus München fein gemacht.

Der stolze Direktor Petkov mit der Kuh Inge an der Hand!

 

 

Gewährleistung zur Mittelverwendung

Aufgrund unseres Aufenthalts in Bulgarien und den dabei entstandenen Kontakten zu zuverlässigen und vertrauensvollen Personen in der Deutschen Botschaft, der Theologischen Universität und zu Privatpersonen in Sofia sowie zu der Fernsehjournalistin Inge Bell in München, können wir gewährleisten, dass von uns weitergegebene Mitglieds- und Spendengelder zu 100% und entsprechend unserer Vorgaben verwendet werden. Verwaltungskosten werden durch einzelne Mitglieder und Förderer persönlich getragen.

 
Wir unterstützen zwei Heime in Bulgarien