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Mädchenheim für minderjährige, ehemals zwangsprostituierte
Mädchen in Bulgarien
Im
August 2006 finanzierten wir unseren
Patenkindern einen
7-tägigen Aufenthalt am schwarzen Meer. Laut Auskunft des Direktors waren
es für die Mädchen wunderbare und glückliche Tage.
Ebenfalls im August konnte mit den Umbau- bzw.
Renovierungs-arbeiten des Nebengebäudes begonnen werden. Dieses Haus
soll ein – individuelles Zuhause – für ca. 8 Mädchen, jedes Jahr
wechselnd, werden. Hier sollen die Mädchen im letzten Jahr vor ihrer
Entlassung in 2-Bett-Zimmern (jetzt wohnen sie überwiegend in
4-Bett-Zimmern) wohnen, in der eigenen Küche kochen lernen, in dem
Waschraum ihre Wäsche pflegen und einen gemeinsamen Wohn- und Essraum
haben. Darüber hinaus sollen diese Mädchen in regelmäßigen Abständen
für andere Mädchen aus dem Heim kochen. Es ist auch vorgesehen, ein Zimmer
in diesem Haus für Betreuerinnen einzurichten, die nur für die
Bewohnerinnen dieses Hauses zuständig sind und diese auf die Zeit nach dem
Heimauf-enthalt vorbereiten. Sternstunden hat uns für diesen Umbau
EUR 120.000,00 zugesagt. Im November
2006 wird das Haus be-zugsfertig sein.
Vom 17.12. bis 23.12.2006 waren wir wieder in Bulgarien, um uns
über unser Projekt in Pleven zu informieren. Herr Trenta- vilov, der
Bauleiter für das Wohnhaus in Pleven, begrüsste uns am Flughafen in
Sofia und berichtete uns über die Bau- stelle. So erfuhren wir, dass
einige Subunternehmer entlassen werden mussten, weil die Arbeiten nicht
zufriedenstellend aus- geführt wurden. Durch die Suche nach neuen
Firmen und dem Umstand, dass Herr Trentavilov ca. 200 km von Sofia zur
Bau- stelle fahren muss, hat sich die Renovierung geringfügig
ver- zögert.
Mit einem gewissen Unbehagen trafen wir am nächsten
Tag in Pleven ein und waren aufs angenehmste überrascht, wie
weit die Renovierungsarbeiten fortgeschritten waren. Das neue
Wohnhaus der Mädchen, das für die Abgängerinnen der Schule gedacht
ist, stellte sich als kleines Schmuckstück heraus. In den Zimmern,
welche je für zwei Mädchen gedacht sind, wird Eigenverantwortung und
Selbständigkeit gefördert, da nun nicht mehr die Heimleitung, sondern
die Mädchen für den Zu- stand der Zimmer verantwortlich sind. Eine
moderne und groß- zügige Küche soll das Zentrum für Kommunikation und
Vorbe- reitung eines geregelten Lebens sein. Hier können sich die
Mäd- chen über gesunde Ernährung und Hauswirtschaft
informieren. Leider gibt es von den zuständigen bulgarischen
Ministerien sehr strenge Vorschriften für die Lehrkräfte für
Hauswirtschaft, Kochen und Ernährung. Deshalb wird es wohl nicht ganz
ein- fach sein, geeignete Lehrkräfte zu bekommen. Die
Renovierungs- arbeiten sind zum großen Teil abgeschlossen, die
sanitären Ein- richtungen benötigen noch ein wenig Zeit.
In der
Schule gibt es allerdings noch einige Dinge, die verbessert werden
müssen. So gibt es immer wieder Schwierigkeiten mit den Toiletten un
den Duschräumen. Da in den Toiletten keine Fenster vorhanden sind, ist
eine künstliche Beleuchtung not- wendig. Die Glühbirnen werden aber
nicht regelmäßig erneuert. Ebenso werden die Warmwasserboiler für die
Duschen nicht regelmäßig beheizt. Die hygienischen Bedingungen in
den Duschen und Toiletten leiden darunter. Wir werden gezielt darauf
achten, dass die Bedingungen in Zukunft besser werden.
Trotz dieser
Unzulänglichkeiten wurden wir wegen unseres lang- jährigen Engagements
sehr herzlich zur Weihnachtsfeier be- grüßt. Ein Unterhaltungsabend mit
sowohl folkloristischen als auch modernen Darbietungen zeigte uns, dass
wir willkommen waren und bestärkte uns in unserer Arbeit für die
Mädchen.
Nachdem die Mädchen im vorigen Jahr Winterkleidung als
Weih- nachtsgeschenk erhalten haben, schenkten wir ihnen heuer
auf Wunsch zwei Fersehgeräte und ein neues Mirkophon für
ihre Veranstaltungen.
Bei diesem Weihnachtsfest trafen wir auch
Elenka, die gerade auf dem Weg aus diesem Heim in eine selbständige
Zukunft ist. Als Roma geächtet und als minderwertig abgestempelt,
bemüht sie sich als Näherin in einer Fabrik mit einem Monatslohn
von 160 Leva (ca. 80 €) das Leben zu meistern. Nach der Arbeit in
der Fabrik besucht sie die Abendschule um das Abitur nach- zuholen. Ihr
Ehrgeiz und ihre Konsequenz sollte Vorbild sein für die Mädchen im Heim
und für unsere Arbeit.
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Monitore für Brutkästen
eines Mutter- und
Kind-Heimes in Pleven
Im
Jahr 1995 hat Sternstunden e.V. zwei Brutkästen für die Früh-chen im Heim
„Mutter und Kind“ in Pleven angeschafft.
Um
wichtige Daten bei der Pflege der Frühchen, wie Puls, Atmung, Herz und
Sauerstoffgehalt im Blut zu ersehen, wurden Monitore, die am
Brutkasten angebracht werden und jede Abweichung dieser lebenswichtigen
Daten signalisieren mit Hilfe von Sternstunden
e. V. angeschafft. |