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Heim für ehemals zwangsprostituierte Mädchen in Bulgarien

Vom 10. bis 20. Mai 2004 besuchten Doris Winklhofer und unser Mitglied, Frau Jenny Keiser unter anderem "unser" Mädchenheim in Nordbulgarien. Die Heimleitung hat gewechselt, trotzdem hat sich dort leider nicht viel verändert.

Wir möchten jetzt in Zusammenarbeit mit den Sternstunden e.V die sanitäre Einrichtung im 2. Stock sowie die Anschaffung neuer Betten mit Matratzen organisieren. Vor Ort werden wir von der Caritas Ruse, die das Projekt überwacht, unterstützt. Wir erhalten für dieses Projekt zusätzlich von den Sternstunden e.V. 14.500 EUR. Es fehlt aber nicht nur an der Einrichtung, in erster Linie wollen wir weiter versuchen, die psychologische Betreuung zu gewährleisten. Von den Sternstunden e.V. können wir für psychologische Betreuung keine Gelder erwarten, denn diese unterstützen nur Um- und Ausbauten, festes Mobiliar bzw. Nothilfen (wie z.B. für die Mongolei). Die psychologische Betreuung der Mädchen wird durch die Rückkehr des Psychologen Valentin Minkov gewährleistet sein (siehe Projekte 2003). Wir wollen versuchen für die Mädchen, die ihren Schulabschluss gemacht haben, eine betreute Wohngruppe zu gründen und sie auf ihrem weiteren Lebensweg (Arbeitssuche, Wohnungssuche, Eingliederung in die Gesellschaft) begleiten. Der Psychologe wird die Mädchen in ihrem letzen Schuljahr darauf vorbereiten.

Schulabschlussfeier 2004:

Alle Mädchen des Heimes versammeln sich um die diesjährigen Abiturientinnen zu verabschieden. Die Abiturientinnen übergeben die Schulfahne feierlich an die Abiturklasse 2005. Es werden Gedichte, Tänze und die Schulhymne vorgetragen. Auch für uns war dies ein sehr bewegender Moment.

Die drei Abituientinnen überreichen ihren Lehrern zum Dank kleine Geschenke und Blumen.

Zwei der Mädchen versuchen sich bei der Armee zu bewerben, eine in Bulgarien sehr angesehene Berufswahl. Leider werden ihre Chancen sehr gering bewertet.

Das dritte Mädchen möchte auf eine auf einer weiterführenden Schule eine Ausbidung zur Schneiderin absolvieren.

Unser Erlebnis vor einem Mittagessen:

Vor jeder Mahlzeit müssen die Mädchen im Vorraum des Speisesaals 'zum Appell' antreten. Zwei der Mädchen überhörten das Läuten und kamen ca. 30 Minuten zu spät. Alle anderen mussten warten, obwohl das warme Essen auf dem Tisch stand. Als die beiden endlich kamen, wurden sie von den anderen Mädchen angepöbelt, es herrschte eine sehr aggressive Stimmung an der auch ein Lehrer beteiligt war.

Hier der neue Direktor im 'Computerraum'. Es gibt keine Internetverbindung, aber die Mädchen lernen mit MS Word umzugehen. Leider wird nicht das Tippen mit 10 Fingern untrerrichtet. Zumindest aber haben sie erste Berührungen mit der Computerwelt.

Einige der Mädchen erlernen freiwillig das Nähen.

Von einer ansässigen Textilfabrik werden die Näherinnen beauftragt Arbeitskittel zu fertigen. Die Stoffe werden leider unregelmäßig (wie man auf diesem Foto sieht) von der Fabrik geliefert. Die Erlös dieser Näharbeiten geht zum Großteil an den Staat, kommt also weder dem Heim, noch den Mädchen zu Gute.

 

 

Gelder von Sternstunden e.V. für den Kindergarten der Hilfsschule Kyrill und Methodius in Ruse bewilligt!

Dieser Kindergarten ist für sozialschwache Minderheiten (vor allem Roma-Kinder) gegründet worden.

Der Um- und Ausbau des baufälligen Kindergartens wird von uns Anfang 2005 in Zusammenarbeit mit den Sternstunden e.V. durchgeführt. Von den Sternstunden e.V. erhalten wir einen Betrag von 100.000 EUR der den Um- bzw. Ausbau finanziell abdeckt.

Vorab einige Fotos die wir auf unserer Reise im Mai 2004 von dem baufälligen Gebäude und dem angrenzden Spiel- und Sportplatz machten.
 
 
 
   
   
Wir unterstützen zwei Heime in Bulgarien